Venux Host
Loading
Venux Host Logo
Willkommen
Melde dich an um loszulegen
Cloud Speicher mieten: Was er kann, wofür du ihn brauchst und wo seine Grenzen liegen
zurück zum Blog

Tutorial · Venux Host Blog

Cloud Speicher mieten: Was er kann, wofür du ihn brauchst und wo seine Grenzen liegen

08. October 2026

Beitrag lesen

Cloud Speicher mieten: Was er kann, wofür du ihn brauchst und wo seine Grenzen liegen

Michael K. M Moderator 08. Oct 2026

Festplatten gehen kaputt, Laptops werden gestohlen, und ein Verschlüsselungstrojaner macht im schlimmsten Fall alles unbrauchbar, was an deinem Rechner hängt. Wer seine Daten wirklich schützen will, braucht eine Kopie außer Haus. Genau dafür gibt es den Cloud Speicher von Venux Host: Online-Speicherplatz von 1 bis 20 TB in einem Rechenzentrum in der EU, erreichbar per SFTP, SMB und WebDAV, mit Snapshots, Unterkonten und ohne Traffic-Limit. In diesem Beitrag erfährst du, was der Cloud Speicher kann, wofür du ihn brauchst, wo seine Grenzen liegen und wie du in wenigen Minuten startest.


Was ist Cloud Speicher eigentlich?

Stell dir eine externe Festplatte im Internet vor. Du bekommst einen festen Speicherplatz, zum Beispiel 1 TB, und greifst über Standard-Protokolle darauf zu: aus dem Explorer, aus dem Finder, aus deinem Backup-Programm oder direkt von deinem Server.

Der wichtigste Unterschied zu Diensten wie Dropbox oder Google Drive: Du bekommst echten Speicherplatz statt eines Sync-Abos. Es gibt keine eigene App, die du installieren musst, und keine Bindung an ein Betriebssystem. Dein Speicher funktioniert mit den Werkzeugen, die du ohnehin benutzt.

Kurz gesagt: Cloud Speicher ist der sichere Ort für alles, was du nicht verlieren willst, aber nicht ständig auf deinem Rechner brauchst. Allen voran: Backups.


Wofür du Cloud Speicher brauchst

Server-Backups

Du betreibst einen vServer, einen Root-Server oder einen Gameserver? Dann gehört ein Backup nicht auf denselben Server. Mit BorgBackup, restic oder rsync sicherst du deine Daten automatisch, verschlüsselt und platzsparend auf deinen Cloud Speicher. Ein Cronjob reicht, und jede Nacht landet eine frische Sicherung außer Haus.

Offsite-Kopie für dein NAS

Ein NAS von Synology, QNAP oder TrueNAS schützt dich vor einer defekten Festplatte, aber nicht vor Brand, Wasserschaden, Diebstahl oder Überspannung. Mit Hyper Backup, Cloud Sync oder rclone legst du eine zweite Kopie in deinem Cloud Speicher ab.

PC und Mac sichern

Dokumente, Fotos, Steuerunterlagen, Projektdateien: Mit Duplicati (Windows, Linux) oder Arq (macOS, Windows) sicherst du deinen Rechner regelmäßig und verschlüsselt. Alternativ bindest du den Speicher einfach als Netzlaufwerk ein und ziehst Dateien per Drag & Drop hinein.

Website- und Datenbank-Backups

WordPress, Online-Shops und Datenbanken sicherst du nächtlich per Plugin (z. B. UpdraftPlus über WebDAV oder SFTP) oder per Cronjob. Fällt die Website aus oder wird gehackt, hast du einen sauberen Stand griffbereit.

Archiv für Fotos, Videos und alte Projekte

Raw-Fotos, Videoprojekte, abgeschlossene Kundenaufträge: Alles, was deine lokale SSD verstopft, aber nicht verloren gehen darf, lagerst du aus und holst es bei Bedarf jederzeit zurück.

Gemeinsamer Speicher für Team oder Familie

Mit Unterkonten bekommt jede Person oder jedes Gerät einen eigenen Ordner mit eigenem Passwort. Die Daten bleiben sauber getrennt, und du behältst als Inhaber die Übersicht.


Die 3-2-1-Regel: Warum ein Backup außer Haus Pflicht ist

Die bewährte Faustregel für Datensicherung lautet:

  • 3 Kopien deiner Daten (das Original plus zwei Backups)
  • auf 2 verschiedenen Medien (z. B. interne SSD und NAS)
  • davon 1 Kopie außer Haus

Den dritten Punkt erfüllen die wenigsten. Ein Backup auf einer USB-Festplatte, die neben dem PC liegt, hilft dir bei einem Einbruch oder Brand nicht. Ein Backup auf demselben Server, der gerade ausgefallen ist, auch nicht. Der Cloud Speicher ist genau diese dritte Kopie an einem anderen Ort.


Alle Funktionen im Überblick

Zugriff so, wie du ihn brauchst

Welche Zugänge aktiv sind, entscheidest du selbst. Bei der Bestellung und jederzeit später im Kundenpanel:

  • SSH / SFTP: SFTP, SCP und rsync über Port 22. Ideal für Server-Backups und Programme wie FileZilla oder WinSCP.
  • Port 23 für Backup-Profis: eine erweiterte SSH-Umgebung, speziell für BorgBackup, restic und rsync.
  • SMB / CIFS: dein Speicher als Netzlaufwerk in Windows, macOS und Linux, mit Laufwerksbuchstaben direkt im Explorer.
  • WebDAV: verschlüsselter Zugriff über HTTPS. Funktioniert auch durch strenge Firewalls und mit vielen NAS-Systemen, Backup-Programmen und dem macOS-Finder.

Was du nicht brauchst, schaltest du einfach ab. Weniger offene Türen bedeuten weniger Angriffsfläche.

Snapshots: dein Sicherheitsnetz

Ein Snapshot friert den Zustand deines gesamten Speichers zu einem bestimmten Zeitpunkt ein. Damit kannst du:

  • gelöschte oder überschriebene Dateien zurückholen,
  • nach einem Verschlüsselungstrojaner den kompletten Speicher auf einen sauberen Stand zurücksetzen,
  • vor großen Änderungen einen Sicherungspunkt setzen.

Snapshots legst du per Klick an oder lässt sie automatisch jeden Tag erstellen. Du bestimmst die Uhrzeit und wie viele Snapshots behalten werden, ältere werden automatisch entfernt. Wenn du den Snapshot-Ordner einblendest, erscheinen deine Snapshots als ganz normale Ordner: Einzelne Dateien holst du dann einfach per Kopieren zurück.

Unterkonten

Jedes Unterkonto sieht nur seinen eigenen Ordner und hat ein eigenes Passwort. Du kannst für jedes Unterkonto festlegen, über welche Wege es zugreifen darf, und es auf „nur lesen“ stellen. Typische Beispiele:

  • ein Unterkonto pro Server, damit ein gehackter Server nicht an die Backups der anderen kommt,
  • ein Unterkonto pro Familienmitglied oder Mitarbeiter,
  • ein Nur-Lesen-Zugang für jemanden, der Dateien abholen, aber nichts verändern soll.

Bis zu 100 Unterkonten sind inklusive.

Von außen erreichbar oder nicht

Mit dem Schalter „Von außen erreichbar“ legst du fest, ob dein Speicher aus dem ganzen Internet erreichbar ist. Schaltest du ihn aus, ist der Zugriff nur noch aus unserem Rechenzentrumsnetz möglich, zum Beispiel von deinem Venux vServer. Für reine Server-Backups ist das die sicherste Einstellung.

Standort und Datenschutz

Du wählst bei der Bestellung selbst, wo deine Daten liegen:

  • Falkenstein (Sachsen, Deutschland)
  • Helsinki (Finnland)

Beide Standorte liegen in der EU, die Verarbeitung ist DSGVO-konform. Deine Daten wandern nicht ungefragt in die USA.

Kein Traffic-Limit

Upload und Download sind ohne Traffic-Limit inklusive. Ein komplettes Backup zurückzuspielen kostet dich keinen Cent extra.


So bestellst du deinen Cloud Speicher

1. Größe wählen

Öffne venux-host.de/products/cloud-speicher und wähle die passende Größe. Alle Funktionen sind in jedem Tarif enthalten, du entscheidest nur über den Speicherplatz. Je größer der Tarif, desto günstiger wird jedes Terabyte.

Wie viel Speicher brauche ich? Für Backups eines vServers oder eines PCs reicht meist 1 TB. Für ein NAS, Fotos und Videos rechnest du am besten mit der Datenmenge, die du heute hast, plus etwas Luft für Snapshots und Wachstum. Mehr Speicher buchst du später jederzeit dazu.

2. Einrichten

Im Konfigurator legst du fest:

  1. Standort: Falkenstein oder Helsinki.
  2. Zugriff: SSH/SFTP, SMB, WebDAV, ob der Speicher von außen erreichbar ist und ob der Snapshot-Ordner angezeigt wird. Mindestens ein Zugang muss aktiv sein.
  3. Zugang: optional ein Name für deinen Kundenbereich und dein SSH-Schlüssel für die Anmeldung ohne Passwort.
  4. Laufzeit: 30, 90, 180 oder 365 Tage. Alles läuft prepaid, ohne Vertragsbindung.

3. Bezahlen

Bezahlen kannst du mit Guthaben, PayPal, Kredit- oder Debitkarte oder per Banküberweisung mit QR-Code. Einen Gutscheincode trägst du direkt im Bezahlfenster ein.

4. Loslegen

Nach wenigen Minuten ist dein Speicher bereit. Du bekommst eine E-Mail mit Serveradresse und Benutzername. Das Passwort steht aus Sicherheitsgründen nicht in der E-Mail, sondern nur in deinem Kundenpanel. Dort kannst du ein neues Passwort erzeugen lassen oder ein eigenes festlegen (12 bis 128 Zeichen).


Verbinden: die wichtigsten Beispiele

Deine Serveradresse und deinen Benutzernamen findest du im Kundenpanel unter Meine Produkte. Dort stehen auch alle Befehle fertig ausgefüllt zum Kopieren. In den Beispielen steht BENUTZER für deinen Benutzernamen und SERVER für deine Serveradresse.

SFTP und rsync

sftp BENUTZER@SERVER

Einen Ordner per rsync hochladen (über Port 23):

rsync -avz --progress -e 'ssh -p 23' ./ordner/ BENUTZER@SERVER:ordner/

Mit FileZilla oder WinSCP wählst du das Protokoll SFTP, trägst Server und Benutzer ein und nutzt Port 22.

BorgBackup und restic

borg init --encryption=repokey ssh://BENUTZER@SERVER:23/./backups/borg
restic -r sftp://BENUTZER@SERVER:23/backups/restic init

Wichtig: Beide Programme verschlüsseln deine Backups, bevor sie den Rechner verlassen. Das Passwort des Repositorys kennst nur du. Bewahre es sicher auf, zum Beispiel in einem Passwort-Manager. Ohne dieses Passwort ist das Backup nicht wiederherstellbar.

Als Netzlaufwerk (SMB)

  • Windows: Rechtsklick auf „Dieser PC“ → „Netzlaufwerk verbinden“ → Adresse \\SERVER\backup
  • macOS: im Finder „Gehe zu“ → „Mit Server verbinden“ → smb://SERVER/backup
  • Linux:
mount -t cifs //SERVER/backup /mnt/speicher -o user=BENUTZER,seal

Netzlaufwerk lässt sich nicht verbinden? Viele Internetanbieter sperren für Privatkunden den SMB-Port 445. Nimm in dem Fall einfach WebDAV. Das läuft über HTTPS und kommt praktisch überall durch.

WebDAV

Die WebDAV-Adresse steht in deinem Panel. Sie funktioniert unter anderem mit Synology Hyper Backup, rclone, Cyberduck, dem macOS-Finder und vielen Backup-Plugins für WordPress.


Die Vorteile auf einen Blick

  • Günstiger Speicher pro Terabyte, und je größer der Tarif, desto günstiger wird es
  • Standard-Protokolle statt eigener App: SFTP, SCP, rsync, SMB, WebDAV
  • Snapshots inklusive, manuell und automatisch täglich
  • Bis zu 100 Unterkonten mit eigenen Ordnern und Nur-Lesen-Option
  • Kein Traffic-Limit für Upload und Download
  • EU-Standort nach Wahl, DSGVO-konform
  • Prepaid ohne Vertragsbindung, Laufzeit von 30 bis 365 Tagen
  • Jederzeit mehr Speicher per Klick im Panel, deine Daten bleiben unverändert
  • Zugang abschottbar: nicht benötigte Protokolle aus, auf Wunsch nur aus unserem Rechenzentrumsnetz erreichbar

Nachteile und Grenzen

Kein Produkt passt für jeden Zweck. Damit du keine falschen Erwartungen hast, hier die Grenzen ganz offen:

  • Kein Sync-Dienst mit App: Es gibt keine eigene App fürs Smartphone und keinen automatischen Abgleich zwischen mehreren Geräten wie bei Dropbox. Den Abgleich übernimmt dein Backup-Programm oder ein Tool wie rclone.
  • Keine Freigabelinks: Du kannst keine Dateien per Link an Fremde verschicken. Für den Zugriff braucht jede Person Zugangsdaten, z. B. über ein Unterkonto.
  • Reiner Speicher: Auf dem Cloud Speicher laufen keine Websites, Programme oder Datenbanken. Dafür brauchst du einen Webspace oder einen vServer.
  • Kein Arbeitslaufwerk für alles: Die Geschwindigkeit hängt von deiner Internetverbindung ab. Für Backups und Archive ist das ideal. Videos direkt vom Speicher schneiden oder tausende kleine Dateien live bearbeiten macht dagegen wenig Spaß.
  • SMB wird oft blockiert: Viele Internetanbieter sperren Port 445. WebDAV ist dann die Alternative.
  • Snapshots belegen Platz: Jeder Snapshot speichert die Änderungen seit dem letzten Stand. Plane deshalb etwas Reserve ein.
  • Snapshots ersetzen kein zweites Backup: Sie liegen auf demselben Speicher. Gegen versehentliches Löschen und Trojaner helfen sie hervorragend, als alleinige Sicherung für unersetzliche Daten reichen sie nicht.
  • Verschlüsselung ist deine Sache: Die Übertragung ist verschlüsselt (SFTP, WebDAV über HTTPS, SMB mit Verschlüsselung). Die Daten selbst werden aber nicht automatisch Ende-zu-Ende verschlüsselt. Für sensible Daten nutze BorgBackup, restic, rclone crypt oder Cryptomator.
  • Größe nur nach oben: Ein Wechsel auf einen kleineren Tarif oder an einen anderen Standort ist nachträglich nicht möglich. Dafür bestellst du einen neuen Speicher und ziehst die Daten um.
  • Laufzeit im Blick behalten: Nach Ablauf wird der Zugriff gesperrt. Verlängerst du innerhalb von 3 Tagen, ist alles sofort wieder da. Danach wird der Speicher samt Snapshots und Unterkonten endgültig gelöscht.

Cloud Speicher oder Dropbox, Google Drive & Co.?

Beides hat seine Berechtigung, nur für unterschiedliche Aufgaben.

Ein Sync-Dienst ist praktisch, wenn du dieselben Dateien auf Handy, Laptop und Tablet brauchst und gern Links verschickst. Dafür zahlst du pro Terabyte meist deutlich mehr, bist an die App des Anbieters gebunden, und deine Daten liegen häufig bei US-Konzernen.

Der Cloud Speicher ist die bessere Wahl, wenn es um Backups, große Datenmengen und volle Kontrolle geht: günstiger pro Terabyte, offene Standards, Snapshots, Unterkonten und ein EU-Standort, den du selbst wählst.

Das Beste aus beiden Welten: Installiere Nextcloud auf einem Venux vServer und binde deinen Cloud Speicher dort als externen Speicher ein. So bekommst du Apps, Sync und Freigabelinks wie bei Dropbox, mit Terabytes an günstigem Speicher dahinter und alles in der EU.


Tipps für wirklich sichere Backups

  • Automatisieren statt erinnern: Ein Backup, das du von Hand starten musst, wird irgendwann vergessen. Richte einen Zeitplan in deinem Backup-Programm oder einen Cronjob ein.
  • Wiederherstellung testen: Ein Backup ist erst dann etwas wert, wenn du es zurückspielen kannst. Hol dir alle paar Monate eine Datei probeweise zurück.
  • Automatische Snapshots einschalten: Ein täglicher Snapshot kostet dich keinen Klick und rettet dich im Ernstfall vor einem Trojaner, der auch deine Backups verschlüsselt.
  • Unterkonto pro Gerät: So kommt ein kompromittierter Server nie an die Backups der anderen.
  • Nur benötigte Zugänge aktivieren: Nutzt du nur SFTP, schalte SMB und WebDAV aus. Für reine Server-Backups kannst du den Zugriff von außen ganz abschalten.
  • SSH-Schlüssel statt Passwort: Für automatische Server-Backups ist die Anmeldung per Schlüssel sicherer und bequemer.
  • Repository-Passwörter sichern: Verschlüsselte Backups sind ohne Passwort wertlos. Lege es an einem sicheren Ort ab, der nicht nur auf dem gesicherten Gerät liegt.

Bereit für dein Backup außer Haus? Hier geht's zu den Tarifen: Cloud Speicher mieten bei Venux Host

Fragen zur Einrichtung oder zum passenden Backup-Programm? Unser Support hilft dir gern weiter, per Ticket oder auf unserem Discord.

Bitte anmelden, um zu antworten.

Sicher · Gebührenfrei · Sofort startklar

Unsere Zahlungsmethoden

Zahle so, wie es Dir am besten passt – ohne Aufschlag und ohne versteckte Gebühren. Dein Guthaben steht in den meisten Fällen sofort zur Verfügung.

Beliebt

PayPal

Käuferschutz inklusive

Sofort gutgeschrieben

Kreditkarte

Visa · Mastercard · Amex

Sofort gutgeschrieben 3-D Secure

Google Pay

Schnell und kontaktlos

Sofort gutgeschrieben

SEPA

Klassische Banküberweisung

1–2 Werktage

PCI-DSS-zertifiziert

Geprüfte Zahlungsabwicklung

256-Bit-Verschlüsselung

Deine Daten bleiben geschützt

Keine Gebühren

0 % Aufschlag auf alle Methoden

Guthaben wird bei PayPal, Kreditkarte und Google Pay sofort gutgeschrieben – SEPA-Überweisungen benötigen 1–2 Werktage.